Kurz: Skonto steht in den Zahlungsbedingungen (BT-20), in einer festen maschinenlesbaren Form —
und nach dem letzten Block muss ein Zeilenumbruch folgen. Fehlt dieses eine unsichtbare Zeichen,
fällt die Rechnung mit BR-DE-18 durch.
Ich habe beide Fassungen am 27. August 2026 durch den KoSIT-Prüfer geschickt, dieselbe Rechnung, ein Zeichen Unterschied:
…#SKONTO#TAGE=14#PROZENT=2.00#⏎ → gültig, 0 Fehler
…#SKONTO#TAGE=14#PROZENT=2.00# → 1 Fehler: [BR-DE-18]
Das ist die häufigste Ursache, aus der ein sonst korrekter Skonto-Beleg abgelehnt wird — und die am schwersten zu findende, weil man sie im Rechnungsbild nicht sieht.
Wie sieht die richtige Schreibweise aus?
Die XRechnung verlangt für Skonto eine feste Form innerhalb des Freitextfeldes BT-20:
#SKONTO#TAGE=14#PROZENT=2.00#
Die Regeln dazu, jede einzelne ein möglicher Fehlschlag:
- Der Prozentwert braucht zwei Nachkommastellen.
2.00, nicht2. - Der Dezimaltrenner ist der Punkt, nicht das Komma — auch in einer deutschen Rechnung.
- Jeder Block beginnt und endet mit
#. Das schließende Zeichen fehlt gern. - Mehrere Staffeln stehen untereinander, jede in einer eigenen Zeile.
- Nach dem letzten Block folgt ein Zeilenumbruch. Siehe oben.
Der Fließtext für Menschen darf daneben stehen — er gehört sogar dazu, weil den Rautenblock kein Kunde liest. Üblich ist die Zahlungsbedingung im Klartext, darunter die maschinenlesbaren Zeilen:
Zahlbar bis 17.08.2026. Bei Zahlung bis 03.08.2026 2 % Skonto.
#SKONTO#TAGE=14#PROZENT=2.00#
Unser Assistent baut den Block aus zwei Feldern — Tage und Prozent — und schneidet ihn im PDF wieder heraus, damit auf dem Beleg nur der lesbare Satz steht. Die Regel im Einzelnen steht auf der Seite zu BR-DE-18.
Warum steht der Betrag nicht einfach in einem eigenen Feld?
Weil EN 16931 für Skonto kein eigenes Feld kennt. Die Norm hat Felder für Nachlässe, die bei Rechnungsstellung feststehen — Skonto steht aber erst fest, wenn der Kunde früh zahlt, und das weiß am Rechnungstag niemand.
Die deutsche Ausprägung behilft sich deshalb mit dem Rautenformat im Freitext: menschenlesbar für den Empfänger, maschinenlesbar für seine Software. Das ist kein eleganter Entwurf, aber ein bewusster — und es erklärt, warum die Form so streng geprüft wird. Ein Freitextfeld lässt sich nur dann automatisch auswerten, wenn alle sich exakt an dieselbe Schreibweise halten.
Muss ich eine Rechnung korrigieren, wenn der Kunde Skonto zieht?
Nein. Das ist der Punkt, an dem in der Praxis am meisten unnötige Arbeit entsteht.
Zieht der Kunde Skonto, ändert sich die Bemessungsgrundlage nach § 17 UStG — die Rechnung selbst bleibt, wie sie ist. Es braucht keine Korrekturrechnung, keine Gutschrift und keinen Storno. Beide Seiten berichtigen den Steuerbetrag in ihrer Voranmeldung, mehr passiert nicht.
Etwas anderes gilt, wenn sich ändert, was geleistet wurde. Die Trennlinie und eine Tabelle mit den häufigsten Fällen stehen in Fehlerhafte E-Rechnung und Vorsteuerabzug; wie eine echte Korrektur technisch aussieht, in Storno und Gutschrift als E-Rechnung.
Wie prüfe ich meine eigene Skonto-Rechnung?
Nicht im Rechnungsbild — dort ist der Rautenblock meist ausgeblendet. Es gibt zwei Wege:
- Die XML ansehen. Der E-Rechnungs-Anzeiger zeigt BT-20 im Klartext. Steht der Block dort nicht Zeichen für Zeichen wie oben, wird er nicht erkannt.
- Gegen den Prüfer laufen lassen. Der E-Rechnungs-Prüfer
meldet
BR-DE-18mit Fundstelle. Eine fertige Beispieldatei mit Skonto in beiden Syntaxen liegt bei den XRechnung-Beispielen.
Wer eigene Vorlagen gebaut hat, prüft am besten eine Rechnung mit zwei Skonto-Staffeln: Der Fehler mit dem fehlenden Zeilenumbruch tritt fast immer erst beim letzten Block auf.
Häufige Fragen
Wie viele Skonto-Staffeln sind erlaubt? Mehrere. Jede steht in einer eigenen Zeile, und nach der letzten folgt der Zeilenumbruch.
Komma oder Punkt beim Prozentwert?
Punkt, mit zwei Nachkommastellen: 2.00. Ein Komma führt zur Ablehnung, auch wenn die Rechnung
sonst deutsch ist.
Muss der Skontobetrag in Euro angegeben werden? Nein. Die Angabe erfolgt über Tage und Prozent; den Betrag rechnet die Software des Empfängers aus.
Darf der Skontosatz zusätzlich im Fließtext stehen? Ja, und das ist auch sinnvoll — der Rautenblock ist für Maschinen, der Satz daneben für den Menschen, der die Rechnung liest.