Formate & Technik
XRechnung oder ZUGFeRD: was brauchst du?
Beide erfüllen EN 16931, lösen aber verschiedene Probleme. Der Unterschied in einem Satz, die Entscheidung in einer Tabelle, die Profil-Falle.
4 Minuten Lesezeit
Seit 2025 müssen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Verschickt wird dabei kein PDF, sondern ein Datensatz: bei der XRechnung eine reine XML-Datei. Ein Doppelklick öffnet je nach Rechner Rohtext, einen Editor oder gar nichts. Der Inhalt ist vollständig da, nur nicht lesbar dargestellt. Hier steht, was in so einer Datei steckt, wie du sie lesbar machst und woran du erkennst, ob du sie bezahlen musst.
2025Empfangen musst du seit
Server in Deutschland
Betrieb und Datenbank stehen in einem deutschen Rechenzentrum.
Geprüft nach EN 16931
Jede Rechnung läuft vor der Ausgabe durch den Prüfdienst des Mustangprojekts.
Keine KI-Dienste
Rechnungsdaten werden an niemanden weitergegeben, auch nicht an ein Sprachmodell.
Ohne Anmeldung nutzbar
Die ersten drei Rechnungen im Monat brauchen weder Konto noch E-Mail-Adresse.
Jeder Betrieb bekommt eine eigene, nicht erratbare Eingangsadresse. Was dort ankommt, wird alle paar Minuten abgeholt: Der Anhang wandert unverändert ins Archiv, der Datensatz wird gelesen, und in der Liste stehen Lieferant, Betrag und Fälligkeit — überfällige Posten farbig hervorgehoben. Die Mail selbst wird mit abgelegt, denn auch der Umschlag ist ein aufbewahrungspflichtiger Handelsbrief. Wer keine eigene Adresse will, lädt Dateien im Portal hoch; das kann jedes Konto. Was der Posteingang NICHT tut: buchen. Vorsteuer und Kontierung bleiben beim Steuerbüro.
Die Pflicht ist zweigeteilt, und das wird oft verwechselt. Seit dem 1. Januar 2025 muss jedes Unternehmen E-Rechnungen entgegennehmen können; dafür genügt ein E-Mail-Postfach. Die Pflicht, selbst welche auszustellen, greift gestaffelt: ab 2027 für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz, ab 2028 für alle. Wer heute eine XRechnung bekommt, kann sie also nicht mit dem Hinweis zurückgeben, er stelle selbst noch keine aus.
Entscheidend ist der strukturierte Datensatz, nicht das Aussehen. Ein eingescanntes oder gedrucktes PDF erfüllt die Anforderung im Verkehr zwischen Unternehmen nicht mehr, so ordentlich es auch gestaltet ist. Umgekehrt ist ein ZUGFeRD-PDF beides zugleich: ein gewöhnliches PDF zum Lesen und ein Datensatz für die Buchhaltung, in derselben Datei.
Eine Rechnung ohne die Pflichtangaben nach § 14 UStG berechtigt dich nicht zum Vorsteuerabzug. Fällt das erst bei der Betriebsprüfung auf, ist der Vorgang Jahre alt und der Lieferant vielleicht nicht mehr erreichbar. Der Blick beim Eingang lohnt deshalb: Steuernummer oder USt-IdNr. vorhanden, Leistungszeitpunkt genannt, Steuerbetrag ausgewiesen.
Für den strukturierten Teil gilt dieselbe Frist wie für jede andere Rechnung. Aufzubewahren ist der Datensatz selbst, nicht ein daraus gedruckter Ausdruck. Wer die XML-Datei wegwirft und das Papier behält, hat die Rechnung formal nicht aufbewahrt.
Mit einem Konto bekommst du eine eigene Eingangsadresse. Gib sie deinen Lieferanten oder lass dein Postfach dorthin weiterleiten — jede E-Rechnung landet dann von selbst in deinem Posteingang.
Der Lotse holt den Datensatz aus XRechnung und ZUGFeRD heraus: Lieferant, Nummer, Betrag, Frist und Bankverbindung stehen als Text da, nicht als XML. Ohne Konto geht dasselbe im Betrachter, Datei für Datei.
Original und Mail bleiben unverändert im Archiv — acht Jahre nach § 147 AO, auch bei einer abgelehnten Rechnung. Fehlen Pflichtangaben, verlange eine berichtigte Rechnung, bevor du zahlst: ohne sie gibt es keinen Vorsteuerabzug.
Ohne die Pflichtangaben nach § 14 UStG gibt es keinen Vorsteuerabzug. Bei 19 Prozent auf eine Rechnung über 10.000 Euro sind das 1.900 Euro, die du nachzahlst — und zwar Jahre später bei der Betriebsprüfung, wenn der Lieferant vielleicht nicht mehr existiert.
Mit einem Betrachter, der den Datensatz in eine lesbare Ansicht übersetzt. Unser kostenloser E-Rechnungs-Betrachter macht genau das: Datei hochladen, dann Absender, Positionen, Beträge und Zahlungsdaten sehen, dazu das Ergebnis der Prüfung nach EN 16931. Die Datei wird nicht gespeichert.
Fehlen Pflichtangaben, kannst du eine berichtigte Rechnung verlangen; ohne sie steht dir der Vorsteuerabzug nicht zu. Besser ist es, konkret zu benennen, was fehlt, statt pauschal abzulehnen. Das beschleunigt die Korrektur erheblich.
Die XRechnung ist reines XML und ohne Hilfsmittel nicht lesbar. ZUGFeRD kommt als PDF, das sich normal öffnen lässt und den Datensatz zusätzlich eingebettet trägt. Für die Buchhaltung ist in beiden Fällen der Datensatz maßgeblich.
Formate & Technik
Beide erfüllen EN 16931, lösen aber verschiedene Probleme. Der Unterschied in einem Satz, die Entscheidung in einer Tabelle, die Profil-Falle.
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Praxis & Buchhaltung
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