Lexikon · Beträge und Zahlung
Skonto
Skonto ist ein Preisnachlass dafür, dass der Kunde früher zahlt als vereinbart. Üblich sind 2 bis 3 Prozent bei Zahlung innerhalb von 7 bis 14 Tagen, während die Rechnung sonst nach 30 Tagen fällig wäre.
Rechtsgrundlage
Keine gesetzliche Pflicht, Skonto anzubieten. Wird es gezogen, mindert sich die Bemessungsgrundlage nach § 17 Abs. 1 UStG – die Umsatzsteuer sinkt also mit.
Wie rechnet man Skonto aus?
Der Prozentsatz gilt auf den Bruttobetrag, also inklusive Umsatzsteuer. Bei 1.190 Euro brutto und 2 Prozent Skonto zieht der Kunde 23,80 Euro ab und überweist 1.166,20 Euro.
Wer vom Netto rechnet, verschenkt Geld: 2 Prozent von 1.000 Euro netto wären nur 20 Euro. Der Unterschied ist genau die Umsatzsteuer auf den Nachlass, und die bekommst du vom Finanzamt zurück, weil sich die Bemessungsgrundlage mindert.
Skonto vom Brutto oder vom Netto?
Vom Brutto. Das ist die kaufmännische Praxis und die steuerlich saubere Rechnung: Der Kunde zieht den Nachlass vom Zahlbetrag ab, und beide Seiten korrigieren anschließend Entgelt und Steuer im selben Verhältnis.
In der Buchhaltung wird der gezogene Skontobetrag aufgeteilt: der Nettoanteil mindert den Erlös, der Steueranteil die abzuführende Umsatzsteuer. Beim Kunden spiegelbildlich die Vorsteuer.
Muss die Rechnung berichtigt werden, wenn der Kunde Skonto zieht?
Nein. Das Bundesministerium der Finanzen stellt im Schreiben vom 15. Oktober 2025 (Rn. 51a) ausdrücklich klar: Mindert sich die Bemessungsgrundlage nach § 17 UStG, ist eine Rechnungsberichtigung nicht erforderlich. Skonto wird dort namentlich als Beispiel genannt.
Beide Seiten korrigieren ihre Beträge in der Voranmeldung des Monats, in dem gezahlt wurde. Eine zweite Rechnung wäre falsch und würde eine zweite Steuerschuld auslösen.
Wie formuliert man die Skontoklausel?
- „Zahlbar innerhalb von 30 Tagen ohne Abzug. Bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen 2 % Skonto.“
- Die Frist läuft ab Rechnungsdatum, nicht ab Zugang – wenn nichts anderes dasteht.
- Der Prozentsatz gehört in die Zahlungsbedingungen, nicht in eine eigene Rechnungsposition. Eine Position würde die Summe verändern, obwohl noch nicht feststeht, ob der Kunde den Abzug nutzt.
Skonto in der E-Rechnung
In der XRechnung steht Skonto nicht als Betrag, sondern als Bedingung im Feld BT-20 („Payment terms“). Das ist reiner Text, und genau deshalb gibt es dafür eine deutsche Sonderregel.
Die KoSIT schreibt ein maschinenlesbares Format vor: eine Zeile der Form #SKONTO#TAGE=14#PROZENT=2.00#, angehängt an den lesbaren Satz. Der Prozentsatz braucht zwei Nachkommastellen, und nach dem letzten Block muss ein Zeilenumbruch stehen – sonst meldet die Prüfregel BR-DE-18 einen Fehler.
Wer das von Hand baut, stolpert fast immer über den fehlenden Umbruch. Der Rechnungslotse setzt den Block aus Tagen und Prozentsatz selbst und prüft die Datei anschließend gegen die Norm.
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Häufige Fragen
- Ist Skonto Pflicht?
- Nein. Skonto ist ein freiwilliges Angebot. Es entsteht erst dadurch, dass es auf der Rechnung oder im Vertrag steht – und der Kunde darf es nur ziehen, wenn er die Frist einhält.
- Was tun, wenn der Kunde Skonto zieht, obwohl die Frist abgelaufen ist?
- Der Restbetrag bleibt offen und darf angemahnt werden. Praktisch lohnt der Streit selten; wer nachgibt, muss die Bemessungsgrundlage trotzdem mindern, weil steuerlich zählt, was tatsächlich gezahlt wurde.
- Gilt Skonto auch bei Kleinunternehmern?
- Ja, nur ohne Steueranteil. Wer nach § 19 UStG keine Umsatzsteuer ausweist, zieht den Prozentsatz schlicht vom Rechnungsbetrag ab; eine Korrektur der Steuer entfällt.
Verwandte Begriffe
- MahnungDie Aufforderung zu zahlen, nachdem die Rechnung fällig war – sie setzt den Kunden in Verzug.
- AbschlagsrechnungTeilrechnung für erbrachte Leistungsteile – die Schlussrechnung rechnet sie später an.
- GutschriftZwei völlig verschiedene Dinge tragen denselben Namen: die Abrechnung durch den Kunden und die Rechnungskorrektur.
Rechnung schreiben, die durch die Prüfung geht
Der Rechnungslotse führt dich Feld für Feld und prüft jede Datei gegen EN 16931, bevor du sie bekommst. Drei Rechnungen im Monat sind dauerhaft kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Kreditkarte.
Stand: September 2026. Der Eintrag ersetzt keine Steuerberatung; er nennt die Rechtsgrundlage, damit du sie selbst nachlesen kannst.